



Etty … in Transit
Diese eindrucksvolle multimediale Theater-Performance war erstmals in Europa zu Gast und unsere Schule durfte eine der ersten Stationen sein. Die Oberstufenklassen erlebten ein ergreifendes Theaterstück in englischer Sprache, das durch seine reduzierte, zugleich aber intensive Inszenierung beeindruckte. Mit der famosen Sarah Finch (Royal Shakespeare Company) stand nur eine einzige Schauspielerin auf der Bühne, die durch das Zusammenspiel von Sprache, Musik und multimedialen Elementen ermöglichte, in das Leben und Denken der jüdischen Schriftstellerin Etty Hillesum einzutauchen.
Die junge Frau lebte während der Zeit des Nationalsozialismus in den Niederlanden und hielt ihre Gedanken in Tagebüchern fest, die bis heute als bedeutendes Zeitzeugnis gelten. Aus einer schweren persönlichen Krise heraus fand Etty Hillesum zu beeindruckender innerer Reife und Stabilität. Sie kam zu dem Entschluss, dass das Leben selbst unter widrigsten Umständen „trotz allem“ schön bleibt.
Im Anschluss an die Aufführung fand für die Schülerinnen und Schüler ein Workshop statt, in dem sie in Gesprächsrunden, Theaterübungen und Reflexionsphasen die Gelegenheit hatten, sich vertiefend und kritisch mit den Inhalten auseinanderzusetzen.
Ein herzlicher Dank gilt dem Team des Theaterstücks, das den weiten Weg aus England auf sich genommen hat, um unseren Schülerinnen und Schülern einen eindrucksvollen Einblick in Ettys Leben zu ermöglichen.
Lisa Aumair
Rückmeldungen von Schülerinnen und Schülern der Oberstufe:
„Ein ruhiges, sehr berührendes Stück über Etty Hillesum. Es zeigt ihre innere Stärke und Hoffnung trotz Verfolgung – leise, aber eindrucksvoll. Eine sehr inspirierende Geschichte, in der auch der spirituelle Aspekt in dieser schwierigen Zeit nicht unterging.“
„Mich persönlich hat das Stück sehr nachdenklich gemacht. Gerade wenn man meinen würde, Etty wäre am Abgrund ihrer Emotionen angelangt, gibt es in ihrem Leben einen Wendepunkt, an dem sie beschließt, das Beste aus weniger Gutem zu machen.“
„Die Geschichte ist eindringlich und bedrückend dargestellt, trägt jedoch zugleich eine starke, positive und bedeutungsvolle Botschaft in sich, die für jeden Menschen wertvoll und hilfreich sein kann.“
„Im anschließenden Workshop gab es zunächst Raum für Fragen, bevor wir durch praktische Übungen zu kritischem Denken angeregt wurden.“













